Umstellung auf Eigenverbrauch/Überschusseinspeisung in anderem Gebäude - neue Zähler?

Hallo zusammen,
ich habe ein etwas komplexeres Problem, bei dem ich jetzt nicht weiß, wer was machen muss:

1 Grundstück, auf dem 2 Häuser (A und B) und 1 Nebengebäude (C) stehen. Auf A ist eine PV-Anlage installiert (Inbetriebnahme 2008), auf C eine weitere (Inbetriebnahme 2009). Eingespeist werden beide über A, dort hängt auch der Zähler von Discovergy. Einspeisevergütung erhalte ich von der N-Ergie.

Ich wohne inzwischen in B und will nun die Anlage auf C für den Eigenverbrauch in B(!) nutzen (C hängt stromverbrauchsmäßig an B, zu A wurde damals nur eine Leitung zur Einspeisung gezogen). Mit der N-Ergie ist das bereits geklärt.

Nun brauche ich ja aber in B zwei neue Zähler (habe noch einen Ferraris). Mein Installateur sagt mir, die kämen von der N-Ergie. Und an dem Punkt blicke ich nicht mehr durch: die Überschusseinspeisung auch von B müsste doch weiterhin von Discovergy als Messstellenbetreiber erfasst werden? Oder ist B dann eine neue Messstelle, für die ich einen neuen Messstellenbetreiber brauche? Dann wird es wohl teuer, die N-Ergie wollte damals schon 120 statt 60 EUR (Commetering).

Danke schon mal für Erhellung!

Guten Morgen @eddi und vielen Dank für Ihre Fragestellung.

So wie ich das sehe, würden wir weiterhin Messstellenbetreiber von A bleiben - sofern Sie das möchte - und Bezug und Einspeisung dieses Zählpunktes erfassen und an Netzbetreiber übermitteln. Da Sie im B bereits über einen Ferraris-Zähler verfügen, ist das ein separater Zählpunkt, der noch unter der Zuständigkeit des Netzbetreibers ist und entsprechend von ihm mit einem Zweirichtungszähler ausgestattet werden muss. Den Messstellenbetrieb von „B“ können wir aufgrund der Einstellung unseres Privatkundengeschäftes leider nicht übernehmen.

Viele Grüße und schon einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Pablo Santiago, Discovergy GmbH

Danke für die schnelle Rückmeldung, @PabloSantiagoDGY
Das ist natürlich sehr schlecht, dann muss ich ja an den Netzbetreiber weitere 120 EUR bezahlen und evtl auch noch einen Anteil für den neuen Bezugszähler. Das schränkt die Rentabilität meines Vorhabens doch erheblich ein.
Viele Grüße

Auch ich möchte mich hier mal an der Stelle bedanken für das turbulente Jahr, ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mit dem Support nicht so viele schlechte Erfahrungen hatte. Im Gegenteil, ich habe sogar gute Erfahrung gehabt! Ich hatte Probleme mit dem Gateway auf dem Zähler und mit der Netzwerkanbindung und da ein Bekannter von mir Elektriker ist, wurde mir das Gateway zugesandt und der Auftrag an ihn geschickt. Somit hatte er nach seiner regulären Arbeitszeit mir das Gateway umgebaut und dann war alles im Grünen. So müsste es immer laufen und ich hoffe das auch in der Zukunft, das so weiter geht… Hoffe ich zumindest.

Auch wenn die Tage jetzt erst richtig turbulent werden, wünsche ich allen eine guten Rutsch ins neue Jahr und bleibt alle gesund!

Warum so teuer?
Wieso zwei neue Zähler für B?
Da müsste doch nur der Ferrari gegen einen 2R getaucht werden, bei normalen Bezug sollten das 20€/Jahr sein…

@Pedro: wenn ich das wüsste. Ich hatte mich damals - vor dem Wechsel zu Commetering - bei der N-Ergie erkundigt, was es bei Ihnen (damals natürlich nur für A) kosten würde: 120 EUR war die Antwort; also für die Leistung, die nun Discovergy erbringt (Messstellenbetrieb mit eigenem Zähler). Also nehme ich an, dass das nun für den Einspeisezähler in B auch gelten wird. Für den Verbrauchszähler dann die 20 EUR. Was ein 2R-Zähler kosten würde, weiß ich nicht, habe ich nun aber angefragt. Viele Grüße

also ich hab bei der N-Ergie irgendwas um 1,xx EUR im Monat für den Erzeugungszähler gezahlt, bis ich zu Discovergy gegangen bin. Vielleicht haben sie dir nicht die monatlichen sondern die Montagekosten genannt?

https://www.n-ergie-netz.de/public/remotemedien/media/mdn/produkte_und_dienstleistungen/messwesen/Preisblatt_Standardleistungen_mME_iMSys_giMSB_20171026_final.pdf

130 EUR sind es jetzt sogar schon

Hatte dort sogar angerufen und den Preis von Commetering zum Vergleich genannt, deshalb Irrtum ausgeschlossen…

es sind noch gar keine Imsys für PV-Betreiber zugelassen, ergo wirst du da auch keins bekommen, sondern nur eine „moderne Messeinrichtung“ = Zähler mit digitaler Anzeige. Und das für 20 Euro im Jahr. Imsys gibts dann erst irgendwann wenn der Pflichteinbau losgeht,
Und da du ja von damals gesprochen hast: Imsys gibt es insgesamt eh noch nicht lange, und davor waren die Kosten definitiv nicht bei 120 Euro, sofern es sich um einen SLP-Zähler handelt, und nicht um eine RLM-Zählung.

Sorry, ich kann nur wiedergeben, was die mir von der N-Ergie damals gesagt hatten. Ich hatte anfangs noch einen Ferraris-Zähler, dann kam Commetering mit dem 60 EUR Angebot, Einbau kostenlos. Zu der Zeit hatte ich mich bei der N-Ergie erkundigt, was eine „moderne/digitale“ Messeinrichtung bei denen kosten würde - da fielen die 120 EUR. Ich habe jetzt mal eine Anfrage hingeschickt, bin auf die Antwort gespannt. Werde hier berichten.

Emmm…die iMSys, welche auf dem Markt sind, sind für alles zugelassen, Haushalt und PV.
Manchmal werden die auch verbaut, wenn auch widerwillig.
Bayernwerk verbaut welche, Discovergy etc.

Für Erzeugungsanlagen ist der Rollout nie gestartet worden, sondern lediglich für Haushalte mit hohem Verbrauch. Und auch da wurde der Rollout dann wieder gestoppt. Also nein, aktuell gibts keine Rechtsgrundlage um einem ein Imsys aufzuzwingen nur weil man eine Erzeugungsanlage hat. Eine „moderne Messeinrichtung“ ist völlig ausreichend. Sicher wird man freiwillig ein Imsys fordern können, aber der Netzbetreiber darf einem das nicht aufzwingen.